1995

übernimmt das GBW die berufliche Bildung in der Frauenanstalt in Frankfurt am Main von der Vorgängerin, der Volkshochschule Frankfurt. Das GBW ist mittlerweile zuständig für den größten Teil der beruflichen Bildung in den hessischen Justizvollzugsanstalten: Umschulungen, Fort- und Weiterbildung, Übungswerkstätten u.v.m. Ausgebildet und geschult wird in den Berufsfeldern Backen, Koch/Gaststättengewerbe, Industriemechanik, Malen und Lackieren, Metall, Elektronik, Holz, Schweißtechnik, Lagerverwaltung, Karosserie- und Fahrzeugbau, Zimmerei, Druck, Mediengestaltung, Buchbinden, Bürotechnik und EDV, Einzelhandel.

2000

ändert sich der Name des Vereins in Berufsbildungswerk Dr. Fritz Bauer e.V. (BWB), um die eigenen Grundbildungsmaßnahmen zertifizieren zu können.

2001

Seit diesem Jahr bedient sich der Verein für das operative Geschäft der gemeinnützigen GmbH Berufsbildungswerk Dr. Fritz Bauer (BWB gGmbH).

2004

Die Bundesagentur für Arbeit beginnt, sich aus der Finanzierung von Aus- und Weiterbildung im Vollzug zurückzuziehen. Das Hessische Ministerium der Justiz übernimmt nun diese Kosten.

2005

Am 11. August 2005 erhält das Berufsbildungswerk Dr. Fritz Bauer e.V. die Zertifizierungsurkunde des Vereins „Weiterbildung Hessen e.V.“. Das BWB darf nun das Qualitätssiegel „Weiterbildung Hessen e.V. – geprüfte Weiterbildungseinrichtung“ tragen.

2006

Das Projekt FAIR (Fördern, Ausbilden, Integrieren, Resozialisieren), eine Vorbereitung auf die Entlassung mit Schwerpunkt „assistierte Arbeitsplatzsuche“ etabliert sich auf Initiative des BWB ab April 2005 in den drei Kasseler Justizvollzugsanstalten. Ende 2006 erfolgt die Einstellung des Projektes, da das Hessische Justizministerium zum 1. Januar 2007 flächendeckend die in der freien Straffälligenhilfe tätigen Institutionen mit der „Vorbereitung der Entlassung in den sozialen Empfangsraum“, dem sog. Übergangsmanagement, beauftragt.

2009

Vor allem in diesem Jahr reagiert das BWB mit Teilqualifikationen und modularen Systemen auf die Veränderungen des Arbeitsmarktes. Kurze Qualifizierungseinheiten vor allem im Dienstleistungsbereich werden in das Ausbildungsangebot aufgenommen.

Geschichte des Vereins


Berufsbildungswerk Dr. Fritz Bauer e.V. (BWB)

Das Berufsbildungswerk Dr. Fritz Bauer e.V. hat eine mehr als 50jährige Geschichte.

1957

Als Verein Die Freizeit e.V. vom Hessischen Generalstaatsanwalt Dr. Fritz Bauer gegründet, widmet sich der Verein zunächst der „Resozialisierung der Insassen hessischer Vollzugsanstalten durch Mitwirkung bei der Gestaltung ihrer Freizeit“. Nach dem Tod von Fritz Bauer ändert sich der Name des Vereins und lautet fortan Gefangenenbildungswerk Dr. Fritz Bauer e.V. (GBW).

1972

erweitert sich der Auftrag des Vereins, nachdem der Hessische Landtag das Volkshochschulgesetz verabschiedet hat, das Arbeitsgemeinschaften mit dem Volkshochschulverband zulässt. So entsteht 1973 aus GBW und Volkshochschulverband die Landesarbeitsgemeinschaft Justiz, Erwachsenenbildung im Justizvollzug, kurz LAG Justiz.

1979

erhält das GBW erstmalig Geld aus Lotto- und Totomitteln für Freizeitkurse.

1980

steigt das GBW mit einem Angebot in der JVA Kassel II, Sozial-therapeutische Anstalt,  erstmals in die berufliche Bildung ein und dehnt in den folgenden Jahren seine Tätigkeit auf die meisten hessischen Vollzugsanstalten aus.

1981

werden weitere Lotto/Toto-Mittel für sportliche Aktivitäten in den Anstalten zur Verfügung gestellt, da man den hohen Stellenwert des Sports für die Gefangenen erkennt.

1985

erweitert der Verein sein inhaltliches Spektrum durch die Aufnahme von Veranstaltungen im Bereich des Sozialen Trainings und von Einzelförder-maßnahmen für die Gefangenen.